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Landkreis Gießen beschreitet neue Wege beim Drucken

Druckerumstellung 02.2012

Bildunterschrift:
Drucken mit Chip: Frank Uibel (Mitte) von der Firma Ricoh erläutert Dezernent Dirk Haas (l.) und Stabsstellenleiter Thomas Euler, wie die neuen Drucker des Landkreises funktionieren. Bild: Landkreis Gießen

Ökonomisch und ökologisch

 

Landkreis Gießen beschreitet neue Wege beim Drucken

 

Der Landkreis Gießen hat nicht nur vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage ein neues Druckerkonzept in der Kreisverwaltung umgesetzt. Neben ökonomischen Überlegungen, wie sie im Haushaltssicherungskonzept gefordert sind, flossen gleichermaßen ökologische Anforderungen in dieses Konzept ein. Derzeit sind Techniker damit beschäftigt, die etwa 260 Drucker und Kopierer in der Verwaltung und in den Außenstellen zu installieren. Damit wird die Anzahl der bisherigen Geräte nahezu halbiert. Die Multifunktionssysteme ermöglichen es nicht nur, einen Druckauftrag vom eigenen Rechner abzuschicken und nach einer Identifizierung an einem beliebigen Gerät auf dem weitläufigen Areal mit seinen sieben Häusern am Riversplatz ausdrucken zu lassen. Sie verbrauchen auch viel weniger Strom und sparen bares Geld.

 

„Damit beschreiten wir einen großen Schritt in die grüne Zukunft der Datenverarbeitung“, sagt der für die IT-Abteilung verantwortliche Dezernent Dirk Haas. Lag die Energieleistung pro Gerät zuvor im Druckbetrieb bei fast 1000 Watt, sind dies nun weniger als 40 Watt. In der Praxis heißt das: Der Energieverbrauch sinkt um über 90 Prozent. Neben der Steigerung der Energieeffizienz entfällt durch umweltfreundliche Drucktechnik mit Gel das Auftreten von Tonerstaub oder Ozon, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen konnten. Alle neuen Geräte sind mit einem blauen Umweltengel zertifiziert.

 

Daneben wurde ein Rahmenvertrag mit dem Gerätelieferanten abgeschlossen, bei dem nur die Anzahl der tatsächlich erfolgten Drucke mit einem sehr günstigen Festpreis abgerechnet wird. Alle Betriebskosten und Wartungskosten sind damit abgegolten. Die Umstellung hatte auch organisatorische Gründe, denn die Überwachung und Wartung der verschiedensten Modelle bisheriger Drucker, Scanner, Faxgeräte und Kopierer in den jeweiligen Abteilungen entwickelte sich zu einer hohen Belastung. Personalintensiv und mit einer hohen Lagerhaltung schlug dies ebenfalls bei den Druckkosten zu Buche.

 

Die Umsetzung eines ganzheitlichen Druckkonzepts ändert diesen unübersichtlichen Zustand. Künftig werden alle Geräte zentral gewartet und die Verbrauchsmaterialien direkt von den Geräten beim Vertragspartner bestellt. Die nahezu erreichte Halbierung auf nunmehr 260 Drucker wirkt sich positiv auf den gesamten Gerätebestand aus. Nicht nur dadurch wird Geld eingespart, sondern auch im laufenden Betrieb bei den Stromkosten oder auch bei dem Arbeitsaufwand für die IT-Abteilung.

 

„Ein großer Vorteil der Geräte ist die Handhabung“, sagt Dirk Haas. Alle Geräte sind mit einem Lesegerät ausgestattet, an dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Chip einloggen, um an dem Gerät kopieren oder Druckaufträge abrufen zu können. Auf diese Weise können auch Dokumente eingescannt werden, um sie entweder gleich weiter zu senden oder auf dem eigenen Rechner abzulegen, egal in welchem der sieben Gebäude dieser Vorgang stattfindet.