Heimisches Handwerk profitiert stark von Konjunkturprogramm
Bildunterschrift:
Heidemarie Klös (GrS Langgöns), Kai Laumann (Handwerker), Siegfried Fricke (Baudezernent), Björn Hendrischke (Kreishandwerkerschaft), Frau Repmann – Luh (Konrektorin GrS Langgöns), Mario Rohrmus (Fachbereisleiter Schule und Bauen)
Der hessische Landkreistag hat in einem aktuellen Rundschreiben die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die untersucht hat, wie viel Geld von Bund und Land im Rahmen der Konjunkturprogramme in unserer Region geblieben sind. Der Landkreis Gießen nimmt dabei hessenweit eine Spitzenposition ein. Der landesweite Durchschnitt der in Hessen verbliebenen Aufträge, die von der öffentlichen Hand vergeben wurden liegt bei 80 %. Dieser hohe Wert wird vom Landkreis Gießen noch einmal übertroffen, denn mit 90 % wurden Unternehmen aus Hessen beschäftigt. Der im Landkreis Gießen zuständige Baudezernent Siegfried Fricke kann aber noch einen weiteren Erfolg verbuchen.
Bezogen auf die reinen Handwerkerleistungen (exklusive baut Planungsleistungen) wurden 59 % in unserem Landkreis Gießen vergeben. Weitere 26 % verblieben in Mittelhessen. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass seit Beginn der Konjunkturprogramme von Bund und Land rund 11,3 Millionen € vom Landkreis Gießen an heimische Handwerksbetriebe geflossen sind. Weitere 4,8 Millionen € konnten an Unternehmen aus dem mittelhessischen Raum vergeben werden.
„Es war unser großes Ziel, die Arbeitsplätze in unserer Heimat zu stärken. Ein Großteil der Mittel haben wir in die Schulen investiert und Betriebe aus der Region mit den Maßnahmen beauftragt. Somit haben nicht nur die Kinder von den Investitionen profitiert, sondern auch deren Eltern, wenn sie im heimischen Handwerk beschäftigt sind.“
Von den bisherigen Auftragsvergaben sind mit einem Anteil von über 50 % insbesondere die Gewerke Dachdeckerarbeiten, Elektroarbeiten, Erd-, Maurer- und Betonarbeiten, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten, Malerarbeiten sowie Metallbauarbeiten betroffen.
Der Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft Björn Hendrischke zeigte sich in Anbetracht der Zahlen erfreut: „Wir haben sehr gut mit dem Landkreis und Baudezernent Fricke zusammengearbeitet. Das heimische Handwerk hat durch die Konjunkturprogramme stark profitiert.“ erklärte Hendrischke.
Unternehmer und Dachdeckermeister Kai Laumann fügt hinzu: „Ich habe für einige Angebote den Zuschlag vom Landkreis erhalten. Dies kommt auch meinen Angestellten zu gute.“
Aufgrund der einzuhaltenden Fristsetzungen der Konjunkturprogramme rechnet der Landkreis Gießen damit, dass bis etwa Oktober 2011 nochmals ca. 5 Millionen € vergeben werden.








