Gießener Idee wird in Fachkreisen durch ganz Hessen getragen
Gießener Idee wird in Fachkreisen durch ganz Hessen getragen
Alle Beteiligten bewerten Denkmalschutz-Tagung des Landkreises rückblickend als Erfolg. Landrätin Schneider bedankt sich in Lollar bei der ausrichtenden Schule.
Lollar. Mit einem großen Korb voller Keltenkringel bedankte sich Landrätin Anita Schneider bei Dr. Barbara Himmelsbach und Michael Kühn von der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) für die gute Zusammenarbeit bei der Denkmalschutztagung, die im Oktober in den Räumen der Lollarer Schule auf Anregung des Landkreises stattgefunden hat. „Ich möchte Ihnen mit diesem Gebäck aus der Kelten- und Römer-Linie des Gießener Landes noch einmal meinen persönlichen Dank ausdrücken“, sagte Schneider als sie das Präsent überreichte, „und fragen, wie Sie die Tagung rückblickend bewerten. Ist das Konzept aus Ihrer Sicht aufgegangen? Konnten auch die Schüler von der Veranstaltung profitieren?“
Die CBES hatte nämlich für die zweitägige Messe nicht nur Räume zur Verfügung gestellt, sondern sich auch mit Schülerprojekten zu Denkmalen und örtlicher Geschichte beteiligt und die Ausstellung bereichert, bei der Handwerker, Baustoffhändler und andere Experten aus dem Denkmalschutzbereich ihr Angebot präsentiert haben. Zudem gab es dank der Kreishandwerkskammer Kooperationen zwischen der Schule und einigen beteiligten Betrieben, so dass Schülerinnen und Schüler Mini-Praktika absolvieren konnten, bei denen sie einen Einblick in traditionelle Handwerksberufe erlangen konnten. „Das hat einigen Jungs richtig viel gebracht“, schätzte Michael Kühn als betreuender Lehrer ein. Außerdem sei der Kontakt zur Kreishandwerkerschaft auch auf lange Sicht hin ein großer Gewinn für die Schule, weil so auch andere Projekte zur Berufsfindung durchgeführt werden können, lobte er die neue Partnerschaft.
Schulleiterin Himmelsbach ergänzte: „Die Auseinandersetzung mit dem vielfältigen Thema Denkmal hat in den Wochen vor der Tagung viele Unterrichtsfächer bereichert. So waren Projekte in Geschichte, Politik, Wirtschaft oder Kunst beteiligt und die Mädchen und Jungen haben unterschiedliche Ansätze und einen sozialen Zugang gefunden, die eigene Geschichte vor Ort erlebbar und begreifbar zu machen.“ Die Begeisterung der Schüler sei bei der Tagung selbst spürbar gewesen, stimmte Anita Schneider zu.
Nicht nur aus Sicht der CBES war die erste Denkmalschutz-Tagung des Landkreises Gießen ein voller Erfolg, denn auch der Denkmalbeirat des Landkreises Gießen ist mit dem Verlauf zufrieden, wie die Landrätin mitteilte. Man sei sich einig, dass es gut war, und dass es vielleicht in zwei oder drei Jahren mit kleineren Veränderungen wiederholt werden soll. Darüber hinaus sei auch Prof. Dr. Gerhard Weiß, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, der als Redner die Messe besuchte, noch immer begeistert, wie Landrätin Schneider weiß. „Er lobt die Veranstaltung in den höchsten Tönen, wenn er auf Kollegen aus dem Denkmalschutz trifft, und trägt die Idee so durch ganz Hessen“, sagte sie zufrieden über so viel Anerkennung über die Arbeit der Unteren Denkmalbehörde und aller beteiligten Partner.








