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Neu unter einem Dach: Wirtschaftsförderung, Energiepolitik, Tourismus, Kultur und Arbeitsmarkt

Wirtschaftsförderung

Diese Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kreisentwicklung machen den Landkreis fit für die Zukunft, ist sich Landrätin Anita Schneider (2. von rechts) sicher. Karl-Michael Stöppler, Dr. Manfred Felske-Zech, Diana Fuhrmann-Klein, Stabsstellenleiterin Gabriele Gotthardt und Uwe Happel (von links nach rechts) übernehmen zusätzliche Aufgaben, um ein zukunftsorientiertes Konzept zu entwickeln.

Innerhalb der Kreisverwaltung übernimmt die Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kreisentwicklung zusätzliche und neue Aufgabenfelder. Mit dem Ziel, ein zukunftsorientiertes Konzept für den Kreis zu entwickeln und Synergieeffekte zu nutzen

 

Landkreis Gießen. „Gerade die ländlichen Räume laufen vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen Gefahr, weitere Imageverluste zu erleiden. Wir müssen daher den Herausforderungen der Zeit proaktiv begegnen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, den Bereich Wirtschaftsförderung und Tourismus durch neue Arbeitsfelder zu erweitern und für entsprechende personelle Ausstattung zu sorgen“, erklärt Landrätin Anita Schneider die Neustrukturierung. Seit Juli nimmt die Stabsstelle neben den Aufgabenfeldern Wirtschaftsförderung und Tourismus zusätzliche Aufgaben wahr. Arbeitsmarkt und kommunale Beschäftigungsförderung sind ebenso hinzu gekommen wie  Regionale Energiepolitik  und Kultur im ländlichen Raum.

 

„Sowohl Energie- als auch Arbeitsmarktpolitik sind im Koalitionsvertrag als Leitthemen fixiert worden. Sie stellen neben der Wirtschafts- und Tourismusförderung Eckpfeiler der künftigen Entwicklung des Landkreises Gießen dar. Wir wollen die unterschiedlichen Entwicklungssäulen systematisch miteinander verknüpfen und in eine einheitliche Kreisentwicklungsstrategie einbinden. Mit der Umsetzung dieser umfassenden Aufgabenstellung wurde die Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kreisentwicklung betraut“, sagt Landrätin Schneider. Stabsstellenleiterin Gabriele Gotthardt ergänzt: „Diese unterschiedlichen Aufgabenfelder, die die Region fit für die Zukunft machen, sind eng miteinander verzahnt. Stärkung der heimischen Wirtschaft, Energiewende, Fachkräftesicherung, Tourismus und Kultur hängen stärker zusammen und voneinander ab, als man auf den ersten Blick vermutet. Daher ist es sinnvoll, diese unterschiedlichen Facetten der Kreisentwicklung zu bündeln und dabei entsprechende Marketingstrategien mit Wirksamkeit nach innen wie nach außen zu entfalten.“

 

Acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten nunmehr in der Stabsstelle  Wirtschaftsförderung, Tourismus, Kreisentwicklung die verschiedenen Schwerpunktthemen. Das Sachgebiet Arbeitsmarkt und Beschäftigungsförderung wird von Diana Fuhrmann-Klein und Uwe Happel betreut. Beide waren zuvor im Jobcenter bzw. der GIAG (Gesellschaft für Integration und Arbeit Gießen mbH) tätig und verfügen über entsprechendes Fachwissen, um die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und dem Jobcenter zu unterstützen und die kommunale Beschäftigungsförderung voranzubringen. Die vom Land Hessen bereit gestellten Mittel des Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudgets werden in diesem Sachgebiet ebenso in Programmlinien gegossen und verwaltet wie die vom Kreis zur Verfügung gestellten zusätzlichen Mittel zur Integration Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt. Diese sozialpolitisch bedeutsamen Aufgaben der Arbeitsmarktintegration dienen unter anderem der Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes.

 

Neu etabliert in der Kreisverwaltung wurde das Sachgebiet Regionale Energiepolitik, wofür Dr. Manfred Felske-Zech als Sachbearbeiter verantwortlich zeichnet. Eine seiner Hauptaufgaben ist es, die Energiewende zu forcieren und sie unter der Maßgabe größtmöglicher regionaler Wertschöpfung auszugestalten. Gerade die Erschließung erneuerbarer Energiequellen eröffnet dem ländlichen Raum lohnenswerte Zukunftsperspektiven, schafft Arbeit und Einkommen. Hierbei bedarf es jedoch eines regional koordinierten Vorgehens, um die Energiewende sozial- und naturverträglich zu gestalten. „Die Energiewende ist eine Chance für den ländlichen Raum. Wenn es uns gelingt, die Energieversorgung dezentral zu organisieren und erneuerbare Energiequellen optimal zu erschließen, können wir zusätzliche Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Kaufkraft generieren“, führt Landrätin Schneider aus.

 

Das seit vielen Jahren bestehende und erfolgreich ausgestaltete Sachgebiet Tourismus, welches von Heike Bader als Sachbearbeiterin betreut wird, wird innerhalb der Stabsstelle Wirtschaftsförderung nunmehr durch das Sachgebiet Kultur im ländlichen Raum ergänzt. Hierfür zeichnet Karl-Michael Stöppler, der viele Jahre die Öffentlichkeitsarbeit für den Landkreis Gießen bestritten hat, verantwortlich. „Wir wollen eine Übersicht  über die kulturell tätigen Vereine, Verbände, Organisationen und Initiativen im Kreisgebiet zusammenzustellen, um auf diese Weise deutlich zu machen, was unsere Region kulturell zu bieten hat. – In jedem Fall mehr, als gemeinhin gedacht wird“, ist sich Gabriele Gotthardt, die Leiterin der Stabsstelle, sicher. Die kulturelle Vielfalt und die breite Palette der Angebote im Landkreis Gießen müssten ihrer Meinung nach noch stärker herausgearbeitet und kommuniziert werden, denn Kultur sei ebenso wie Tourismus ein wichtiger Standortfaktor, mache sie doch das Wohnen, Arbeiten und Leben in der grünen Mitte Hessens in besonderer Weise attraktiv. „Damit können wir den Gefahren der demografischen Entwicklung begegnen und die Vorzüge des Wohnstandortes Landkreis Gießen herausstellen“, erklärt Gabriele Gotthardt.

 

Das Sachgebiet Wirtschaftsförderung, die Beratung von Gründern und Unternehmen sowie das Gewerbeflächen- und Standortmarketing wird auch weiterhin von Stabsstellenleiterin Gabriele Gotthardt übernommen. Sie stimmt darüber hinaus die Handlungsfelder aufeinander ab, bündelt sie und fügt sie in eine Gesamtstrategie für den Landkreis Gießen ein. Neben Birgit Nuppeney, der die zentrale Büroorganisation obliegt und die gleichzeitig Sachbearbeitungsaufgaben für die gesamte Stabsstelle wahrnimmt, unterstützt seit neuestem auch Beriwan Aka das Team als Fachangestellte für Bürokommunikation.

 

Die Stabsstelle  Wirtschaftsförderung, Tourismus, Kreisentwicklung trägt neben den genannten Gebieten auch die Verantwortung für zahlreiche Vereine und Verbände, die auf überregionaler Ebene aktiv sind wie etwa der Lahntaltourismusverband oder die Vogelsbergtouristik GmbH, RegioMIT GmbH oder Mitte Hessen e.V., aber auch für die kommunale Beschäftigungsgesellschaft ZAUG gGmbH, das Projekt Qualifizierungsoffensive Landkreis Gießen oder das Clustermanagement timm für die Medizintechnik in Mittelhessen. Hier laufen also zahlreiche Fäden zusammen, die allesamt ein Ziel auf jeweils unterschiedlichen Ebenen verfolgen, nämlich den mittelhessischen Raum und in dessen Zentrum, den Landkreis Gießen, zukunftssicher aufzustellen. „Wir sind in ein breites Netzwerk regionaler Akteure eingebunden und agieren auf den unterschiedlichsten Feldern“, sagt Gabriele Gotthardt: „Dies reicht von der Aktionslinie ‚Essen und Trinken wie Kelten & Römern’ und den Kelten-Römer-Geschenkkörben über die Erarbeitung eines Radroutenkonzeptes für den Landkreis Gießen bis hin zum Ausbau des Lahnwanderwegs, umfasst das Gewerbeflächenmarketing, die Beratung von Gründern und Unternehmen, Spezialangebote für die Gastronomie oder die aktuelle Workshop-Reihe ErfolgReichUnternehmen, aber auch die Umsetzung sozialer Hilfen für Langzeitarbeitslose und von Qualifizierungs- und Ausbildungsangeboten für junge Menschen im SGB II-Bezug.“

 

Landrätin Anita Schneider ist sich sicher, mit dem  so aufgestellten Team der Wirtschaftsförderung auf dem richtigen Weg Richtung Zukunft zu sein: „Mir ist es wichtig, eine kontinuierliche, nachhaltige und zukunftsweisende Strategie für den Landkreis Gießen umzusetzen und trotz aller widrigen finanziellen Rahmenbedingungen den Gestaltungswillen und die Gestaltungsmöglichkeiten nicht in den Wind zu schreiben. Da die bisherigen Erfolge der Stabsstelle Wirtschaftsförderung sich durchaus sehen lassen können, haben wir analog zum Konzept, ‚die Stärken stärken’, an dieser Stelle durchaus eine Stärke, die es zu stärken gilt“, sagt Anita Schneider über die Entscheidung, die Stabsstelle mit weiteren Aufgabengebieten zu betrauen und personell aufzustocken

 

„Hieß es vor rund zehn Jahren noch, der Landkreis Gießen zeichne sich durch Strukturschwäche und hohe Arbeitslosigkeit  aus, so haben wir dieses Bild des Wirtschaftsstandortes doch beträchtlich gewandelt. Heute treten wir selbstbewusst als attraktiver Standort für Unternehmen und Fachkräfte auf, als Wirtschafts- und Wissensregion oder Technologieregion.“ Ähnlich sehe es auf dem Feld des Tourismus aus, denn einst hieß es, man habe Bürgern und Gästen nichts zu bieten, so die Landrätin: „Heute wissen wir alle, dass das Gießener Land eine attraktive Freizeitregion ist mit breiten kulturellen Angeboten, besten Naherholungsmöglichkeiten, kulturhistorischen Besonderheiten  und guten Lebensbedingungen. Dieser Imagewandel konnte nur durch stetige und systematische Arbeit erreicht werden.“ Jetzt gelte es, diese Erfolge weiter auszubauen und zusätzliche Stärken der Region zu erkennen und zu festigen, was dem Team der Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kreisentwicklung sicherlich gelingen wird, ist die Landrätin optimistisch.

 

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Landkreises unter www.lkgi.de zu finden.
Und unter: www.giessener-land.de, www.region-giessen.de