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   Kreis hilft Frankfurter WM-Stadion

„Die Welt zu Gast bei Freunden“, so lautet das Motto der Fifa-Fußballweltmeisterschaft 2006. Für ihren Beitrag, dieses „nationale Ereignis“ ein Stück sicherer werden zu lassen, dankte Landrat Willi Marx am Freitag (09-06-2006) vor der Kreisverwaltung in der Gießener Ostanlage dem DRK-Kreisverband Gießen und insbesondere den 31 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des 1. Sanitätszuges des Landkreises Gießen, die eine qualifizierte Unterstützungsleistung der Stadt Frankfurt am Main erst durch ihr persönliches Engagement vor Ort ermöglichen werden.

 

Massenpanik bei einem WM-Spiel. Viele Verletzte. Der Stadion-Sanitätsdienst kommt an seine Kapazitätsgrenzen. Und nun? Die Stadt Frankfurt hat hierfür ein Medizinisches Schutzkonzept entwickelt.  Auch ein Nationales Sicherheitskonzept (NaSiKo) für die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2006 erarbeitet, soll diesem Anspruch Rechnung tragen. Seit geraumer Zeit wurden im Frankfurter Führungs- und Lagezentrum alle notwendigen Maßnahmen und Aktivitäten von originär zuständigen Behörden, Organisationen und Institutionen auf staatlicher Ebene sowie des Veranstalters und Ausrichters koordiniert.

Insgesamt rund 35.000 Rotkreuzhelfer werden in den vier Wochen der WM im Einsatz sein: davon 6.000 im Auftrag der Fifa in den Stadien, die übrigen bei den zahllosen öffentlichen Veranstaltungen und im Katastrophenschutz. Eine gewaltige Koordinationsaufgabe für das Deutsche Rote Kreuz. Die WM ist zwar keine Katastrophe – aber der größte Sanitätseinsatz in der Geschichte des DRK fordert ähnliche Strukturen wie die Einsätze nach dem Tsunami oder dem Hurrikan Katharina.

 

Marx, Landrat und Dezernent für das Rettungswesen, verabschiedete vor dem Landratsamt im Beisein des DRK-Kreisvorsitzenden Dr. Claus Hessler, des DRK-Geschäftsführers Gert Seibold und des Rotkreuzbeauftragten Christian Betz gemeinsam mit Horst Jeckel (Rettungsdienst) und Alexander Frey (Katastrophenschutz) von der Kreisverwaltung auch 31 ehrenamtliche Rotkreuzhelfer aus Gießen die unter Leitung von Dr. Klaus Döring und Zugführer Christian Betz am Frankfurter Markus-Krankenhaus stationiert sein werden. Hierzu übergab er den offiziellen Einsatzauftrag an Dr. Hessler.

 

Es sollen die Veranstaltungen im Frankfurter WM-Stadion sowie in der Veranstaltungszone „Main-Arena“ abgesichert werden. Bei jedem WM-Spiel werden für Gäste, Zuschauer und Spieler über 100 Sanitäts- und Rettungskräfte im Einsatz sein.

 

Auf Ersuchen der Stadt Frankfurt am Main und des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport ist hierzu die Unterstützung der örtlichen Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes für die Bewältigung der Gesamtsicherheitslage erforderlich.

Der Landkreis Gießen entsendet den 1. Sanitätszug (1. SZ GI), der vom DRK-KV Gießen gestellt wird. Insgesamt werden 31 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Gießener Kreisverbandes entsendet. Ferner handelt es sich um acht  Fahrzeuge: Zwei Rettungswagen, ein Pkw für einen Arzt, drei Krankentransportwagen und einen Einsatzleitwagen. Dazu kommen ferner mehrere Zelte sowie die komplette Ausrüstung für einen Behandlungsplatz für bis zu 50 Verletzte.

 

Die Spiele werden in zwölf Stadien ausgetragen. 3,5 Millionen Besucherinnen und Besucher werden allein in den Stadien erwartet. Hinzu kommen 7,5 Millionen Gäste auf den öffentlichen Plätzen, die die Spiele auf Großbildleinwänden verfolgen können.

Auch in Gießen wurden Planspiele und Übungen durchgeführt. Landrat Marx hofft, dass am Ende die Mühen dadurch belohnt werden, dass die Spiele friedlich und ohne Zwischenfälle ablaufen.

 

Neben einem symbolischen Fußball überreichte Landrat Marx noch 31 originale WM-2006-Trikots,die von der Deutschen-Telekom-Niederlassung in Linden-Großen-Linden und dem Vertriebsmanagement Hanau für die Helfer gestiftet worden sind.