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   Marx-Aufruf für Volksbund-Spendensammlung 2006

Friedensfördernder Beitrag – Engagement der Jugend würdigen – Kriegsgräber sind Mahnmale

 

In seiner Eigenschaft als Landrat des Landkreises Gießen hat Willi Marx auf Wunsch des Landesverbandes Hessen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und insbesondere von dessen Vorsitzenden Staatsminister a. D. Karl Starzacher auch 2006, übrigens bereits zum neunten Male, die Schirmherrschaft über die diesjährige Haus- und Straßensammlung im Landkreis Gießen übernommen. Für die Sammlung in der heimischen Region, die insgesamt vom 28. Oktober bis zum 26. November stattfindet, hat Marx eine offizielle Erklärung beigesteuert. In seinem Aufruf appelliert der Landrat an die Kreis-Bevölkerung, sich weiterhin durch einen Spendenbeitrag an der sinnvollen Arbeit des Volksbundes zu beteiligen.

 

Der Aufruf hat nachstehenden Wortlaut:


„Kriegsgräber sind nach wie vor nationale und internationale Mahnmale in der wechselvollen und teilweise blutigen Geschichte der Menschheit. Durch Spenden leisten wir einen sinnvollen Beitrag, der den friedensfördernden Einsatz und das weltweite Engagement des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterstützt und stärkt. Zwar gehört der Kalte Krieg der Großmächte zwischenzeitlich erfreulicherweise der Vergangenheit an, gleichzeitig müssen wir jedoch – fast täglich – feststellen, dass die Welt dennoch nicht friedlicher geworden ist. Neben der Zerstörung der Länder und ihrer Infrastrukturen verbreiten Anschläge und (Bürger-) Kriege immer aber auch Schrecken, Tod und Elend unter der Zivilbevölkerung und den beteiligten Soldaten. Die verheerenden Folgen wirken dann über Generationen hinweg, wobei insbesondere die kriegerischen Auseinandersetzungen neben den terroristischen Attacken eine Niederlage des menschlichen Geistes gegen unmenschliche Angriffe sind. An ihre Stelle müssen die Politik und die Diplomatie als Fortsetzung mit anderen Mitteln treten.

 

Die Kriegsgräber sind daher mahnende Denkmäler und Zeichen für einen vorherigen Irrweg. Deshalb ist die Pflege der entsprechenden Grabstätten – so wie dies der Volksbund seit vielen, vielen Jahren organisiert – Verpflichtung zur Humanität. Wobei erfreulicherweise positiv festgestellt werden kann, dass sich insbesondere junge Menschen verstärkt der Pflege der Gräber auf nationaler und internationaler Ebene widmen. Im Rahmen seiner Jugend- und Bildungsarbeit nutzt der Volksbund die Kriegesgräberstätten im In- und Ausland, um nachwachsende Generationen mit den Folgen und Auswirkungen von Krieg und Gewaltherrschaft zu konfrontieren und sie für friedenspolitische Aktivitäten zu sensibilisieren. Auch dieses Engagement wird durch eine Spende in dankenswerter Weise gefördert und langfristig unterstützt.

 

Ich danke deshalb am Ende dieses Spendenaufrufes allen Menschen im Landkreis Gießen, die sich mit einem finanziellen Beitrag an der Arbeit des Volksundes beteiligen.“