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   Trinkwasserverkeimung in Biebertal Frankenbach

IHR GESUNDHEITSAMT INFORMIERT!

 

Was ist passiert?


Am 04.12.2006 wurde das Gesundheitsamt durch die Gemeindewerke Biebertal informiert, dass mit der Untersuchung vom 01.12.2006, eine geringe Keimzahl von Escherichia coli und coliformen Keimen im Trinkwasser des Ortsteiles Frankenbach nachgewiesen wurden.   

 

 

Was bedeutet das für mich als Verbraucher?


Die Parameter „Escherichia Coli“ und „coliforme Keime“ sind sogenannte „Indikatorkeime“, die in der Regel für die Gesundheit des Menschen harmlos sind.


Der Parameter „Escherichia Coli“ zeigt ausschließlich eine Belastung fäkalen Ursprungs an.


Der Parameter  „coliforme Keime“ steht für eine Belastung, die nicht zwingend fäkalen Ursprungs sein muss, sondern auch über einen allgemeinen Schmutzeintrag in das Trinkwasser gelangen kann.


Da aber mit den Indikatorparametern auch andere, krankmachende Keime gleichen Ursprungs in das Trinkwasser gelangt sein könnten, muss das Trinkwasser bevor es zum Trinken, zum Zähne putzen oder zur Zubereitung von Speisen genutzt wird vorsorglich desinfiziert werden.

 

 


Welche Maßnahmen wurden bereits ergriffen?


Der Wasserversorger hat in Absprache mit dem Gesundheitsamt bereits mit einer Chlordesinfektion begonnen.


Die Information der Bevölkerung erfolgt(e) über die örtlichen Zeitungen, das Radio und evtl. über Lautsprecherwagen der Feuerwehr oder durch Handzettel.


Das betroffene Leitungsnetz wird gespült.  

 

 


Was kann/muss ich als Verbraucher jetzt machen?


Das eingespeiste Chlor muss sich erst im Leitungsnetz verteilen.Somit ist eine ausreichende Desinfektionsleistung für das gesamte betroffene Leitungsnetz je nach Größe  und Druckverhältnissen erst nach 1-2 Tagen vorhanden.


Aus diesem Grund wird (dringend) empfohlen das Wasser abzukochen, welches zum Trinken, Zähneputzen, zur Zubereitung von Speisen oder zur Reinigung von Gegenständen die zur Herstellung und Bearbeitung von Lebensmitteln genutzt werden.


Gegen die Nutzung von Kaffeemaschinen bestehen unsererseits keine Bedenken, da die handelsüblichen Geräte Temperaturen von 80 – 90°C erreichen bei denen die jetzt  nachgewiesenen Keime nicht überlebensfähig sind.

 

 


Was passiert weiter?


Mit den vorgenannten Maßnahmen wurde einer möglichen akuten Gefährdung der Bevölkerung begegnet.


Die weiteren Maßnahmen dienen der Ursachenforschung und Wiederherstellung der Wasserqualität.


Hierzu werden Ortsbesichtigungen durchgeführt, Kontrolluntersuchungen des Wassers vorgenommen, und entsprechend der festgestellten Ursache das weiter Vorgehen abgestimmt.   

 

 


Wie lange sind die aufgeführten Maßnahmen notwendig?


Das Abkochgebot ist zumindest solange aufrecht zu erhalten bis im gesamten betroffenen Trinkwassernetz eine ausreichende Chlor-Konzentration nachzuweisen ist. Dieser Zeitpunkt wird Ihnen durch den Wasserversorger mitgeteilt.


Die Einstellung der Chlorierung kann erst nach Vorlage von mehreren nicht mehr zu beanstandenden Trinkwasseranalysen erfolgen, wobei eine erneute Verkeimung aufgrund der Ursachenermittlung nicht mehr befürchtet werden darf. 

 


IHR GESUNDHEITSAMT GIESSEN!