Becker freut sich über günstigere Müllabfuhr |
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Neue Verträge – Bevölkerung spart Kosten
„Der Kreisausschuss hat am Montag Auftragsvergaben beschlossen, die sich in den kommenden Jahren positiv auf die Stabilität der Abfallgebühren auswirken werden. Die Kosten für die Transportleistung im Bereich der Abfallwirtschaft (Müllabfuhr) sinken danach aufgrund der europaweiten Ausschreibung in den kommenden sieben Jahren deutlich“. Das erklärte Stefan Becker, Erster Kreisbeigeordneter und Abfallwirtschaftsdezernent des Landkreises Gießen, gestern in einer Pressemitteilung.
Nach dem aktuellen Beschluss des Kreisausschusses hat die Kreisverwaltung am Dienstag die Anbieter „Cleanaway Gießen GmbH“ (Linden) und „Remondis GmbH“ (Büdingen) darüber informiert, dass die Kreisverwaltung beabsichtigt, ihnen den Auftrag für die Abfuhr von Rest,- Bio- und Papierabfalles sowie des Grüngutes für die Jahre 2007 bis 2013 zu erteilen.
Aufgrund der vergaberechtlichen Regelungen ist eine Auftragserteilung – sofern kein Widerspruch gegen die Entscheidung des Landkreises erfolgt – nach Ablauf von 14 Tagen möglich. Die Kosten für die Transportleistung im Bereich der Abfallwirtschaft (Müllabfuhr) sinken danach jährlich erheblich, erklärte Becker weiter. Konkrete Zahlen könne man erst nach Ablauf der 14-Tages-Frist nennen.
Wie Becker zusammen mit der zuständigen Leiterin des Fachdienstes Abfallwirtschaft, Karin Wandel, weiter berichtete, hatte der Kreisausschuss im Vorjahr beschlossen, die bestehenden Verträge zu kündigen und in einem transparenten Vergabeverfahren aktuelle Marktpreise zur Grundlage für einen neuen Vertragsabschluss zu machen. Aufgeteilt hatte man den Auftrag in Bio- und Restabfall (grüne und graue Tonnen), die wie bisher jeweils im alternierenden Rhythmus abzufahren sind, so dass Bio- und Restabfalltonnen nie in einer Woche, sondern wechselnd abgeholt werden. Die zweite Tranche umfasste die Abholung der blauen Altpapier-Tonnen. Der dritte und kleinste Auftrag umfasste die Abholung des Ast- und Strauchschnittes im Frühjahr und Herbst eines Jahres.
„Mit diesem aussergewöhnlich guten Ergebnis kommen wir dem Ziel mittelfristig stabiler Abfallgebühren immer näher“, machte Becker deutlich. Bereits mit Einführung des neuen Abfallgebührensystems „Trend Abfall“ in 2004 und 2005 waren die Abfallgebühren für die meisten Haushalte reduziert worden. Am 1. Januar 2006 sanken diese dann flächendeckend nochmals um acht Prozent.
„Derzeit laufen im Bereich der Entsorgung von Restmüll und Bioabfall – dem größten Kostenblock - weitere Ausschreibungen, bei denen wir ebenfalls mit leicht verbesserten Konditionen für die kommenden Jahre rechnen“, sagte der Abfallwirtschaftsdezernent. Nach deren Abschluss werde man die Abfallwirtschaft hinsichtlich der langfristigen Aufträge auf einen zukunftsfähigen und wirtschaftlichen Weg gebracht haben. |
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