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   Marx traf richtige Entscheidungen

Fakten belegen: Schuldenmanagement des Landrates finanzpolitisch erfolgreich

 

Ein positives Ergebnis, das der Kämmerer des Landkreises Gießen, Landrat Willi Marx, im Hinblick auf den Haushaltsabschluss 2005 schon vor Wochen prognostiziert hatte, hat sich aktuell erneut bestätigt: Nach dem jetzt vorliegenden endgültigen Rechnungsergebnis ist das Defizit des Jahres 2005 tatsächlich um knapp fünf Millionen EUR niedriger als erwartet. Die Verbesserung ist neben einer sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung unter anderem dadurch erreicht worden, dass Haushaltssperren in einer Größenordnung von 1,1 Millionen EUR in der Haushaltsabwicklung realisiert wurden.

 

„Auch die letztmalige Zuweisung aus dem Landesausgleichsstock zum teilweisen Ausgleich des Rechnungsfehlbetrages in Höhe von 2,7 Millionen EUR hat sich merklich auf die Defizitentwicklung ausgewirkt!“, hob Landrat Marx in seiner Bewertung des Jahresergebnisses hervor. Wesentliche Verbesserungen beruhten aber auf den eigenen Konsolidierungsbemühungen, unterstrich Marx. So habe man beispielsweise Einsparungen im Bereich der Personalkosten, ohne dass bisher betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen worden seien, sowie bei den allgemeinen Geschäftsausgaben (Energie, Reinigung, Mieten, Pachten) von zusammen rund zwei Millionen EUR durch eine nachhaltige und ausgewogene Haushaltspolitik erzielt.

 

Mit besonderer Zufriedenheit berichtet Marx, dass der Schuldenstand im Bereich der langfristigen Verbindlichkeiten im Jahre 2005 um weitere 10,2 Millionen EUR reduziert werden konnte. Die Schulden für Investitionen betragen damit noch 140,6 Millionen EUR. Bei seinem Amtsantritt in 1998 lagen diese Verbindlichkeiten noch bei 178 Millionen EUR, so dass der Stand federführend unter seiner Regie in den zurückliegenden acht Jahren um insgesamt 37,4 Millionen EUR oder 21 Prozent vermindert wurde. „Ein richtungsweisender Erfolg, der sich sehen lassen kann.“

 

Als weiteren finanzpolitischen Erfolg verweist Marx auf die Tatsache, dass man den negativen Begleiterscheinungen der Schulden – der Zahlung von Zinsen – jetzt noch wirksamer entgegenwirken könne. Mit der Optimierung des Zins- und Schuldenmanagements in der Kreisverwaltung seien die Grundlagen für den Einsatz moderner Zinssicherungs- und Zinssteuerungsinstrumente gelegt und erste Erfolge erzielt worden. „Mit dieser verbesserten Schuldenverwaltung kann der Landkreis Gießen durch professionelle Unterstützung einerseits eine günstigere Zinssteuerung erreichen sowie die Unsicherheiten bei der Prognose der Zinsentwicklung reduzieren und andererseits dadurch insgesamt zusätzliche Liquidität in der Kreiskasse sicherstellen“, so Landrat Marx bei der Bewertung der neuen Steuerungsinstrumente im Bereich der Kreditgeschäfte.

 

Durch den Abschluss von sogenannten Zinsderivaten für zwei Darlehen wird, bezogen auf den Zinsfestschreibungszeitraum von zwei beziehungsweise 2,5 Jahren, eine Zinsersparnis von insgesamt rund 300.000 EUR realisiert.

 

Landrat Marx stellt abschließend fest, dass man sich auch diesen neuen Anforderungen erfolgreich gestellt habe. Die ersten Ergebnisse bestätigten die richtige Entscheidung, die er seinerzeit dem Kreistag vorgeschlagen habe.