Azubis werben mit Projektarbeit für berufliche Zukunft beim Landkreis
Mit einer Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse beweisen die Nachwuchskräfte, dass sie organisieren können
Gießen. Sie hatten sich gut vorbereitet, gegenseitig Mut zugesprochen und dann souverän präsentiert, was sie in den zweiwöchigen Herbstferien im Rahmen einer Projektarbeit erarbeitet hatten. Im Rahmen des Projektauftrages galt es für zehn Nachwuchskräfte des aktuellen dritten Ausbildungsjahrganges, einen Tag der offenen Tür speziell für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsklassen 9 bis 13 zu planen. Dieser Tag ist zum einen mit dem Ziel verbunden, auf eine Ausbildung in der Kreisverwaltung aufmerksam zu machen. Zum anderen sollen dabei Jugendliche an Jugendliche, nämlich Auszubildende an Schüler, vermitteln, welch Vielseitigkeit und Fachlichkeit bei einer beruflichen Ausbildung in der Kreisverwaltung zu erwarten ist und gleichzeitig verdeutlichen, dass Verwaltung nicht langweilig ist. „Seit 2003 ist es fester Bestandteil der Ausbildung, dass ,unsere Großen’ ein Projekt selbst planen, entwickeln und organisieren“, erläutert Ausbildungsleiterin Beate Böhm die Maßnahme.
Da die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs für die Kreisverwaltung stets ein Thema ist, sollten sich die Auszubildenden des dritten Ausbildungsjahres im Rahmen des Projekts Gedanken machen, wie der Blick von Schulabgängern aus Stadt und Landkreis Gießen rechtzeitig auf die Ausbildungsmöglichkeiten des Landkreises gelenkt werden kann. „Wir haben leider immer nur wenige männliche Bewerber“, umreißt Beate Böhm ein besonderes Problem der Verwaltung, vor dem nicht nur in der Kreisverwaltung steht, sondern viele Bereiche des öffentlichen Dienstes. Dem fast 70-prozentigen Frauenanteil in der Kreisverwaltung würde eine Auffrischung durch junge männliche Bewerber gut zu Gesicht stehen.
Und so setzten sich Victoria Aydin, Berivan Batan, Charmaine Berg, Desiree Bugner, Kristine Köhler, Carolin Kreye, Elisabeth Lenhardt, Alisa Lenz und Valentina Sonnekalb gruppenweise zusammen und erarbeiteten ein Konzept für einen informativen und publikumswirksamen Tag der offenen Tür für junge Leute. Vom idealen Zeitpunkt der Veranstaltung bis hin zum inhaltlichen Angebot aber auch zum Rahmenprogramm, der Werbung und der Finanzierung haben beide Gruppen an alles gedacht und ihre Vorschläge zum Teil sehr detailliert zusammengetragen.
Die Vorstellung der Arbeitsergebnisse fand vor Publikum statt, denn die Ausbildungsverantwortlichen, aber auch Kollegen und die Landrätin wollten wissen, wie sich die Azubis einen mustergültigen Tag der offenen Tür vorstellen. Da eine solche Veranstaltung tatsächlich vielleicht schon im frühen Sommer 2012 stattfinden soll, war die Aufgabe keinesfalls fiktiv und einige Anregungen und Ideen könne man direkt übernehmen, lobte Anita Schneider die Nachwuchskräfte. „Sie haben gute Arbeit geleistet und bewiesen, dass Sie selbstständig in Gruppen Projektziele definieren, deren Inhalte beschreiben und letztendlich diese in eine Umsetzung bringen können“, unterstrich Landrätin Schneider die Leistungen. „Sie haben gezeigt, dass Sie in der Ausbildung beim Landkreis Gießen viel gelernt haben und ich freue mich, Ihnen heute zusichern zu können, dass Ihre Arbeit in die Umsetzung des Tages der offenen Tür einfließen wird.“
Beate Böhm dankte den Teilnehmerinnen für ihre Mühen und bestätigte ebenfalls, dass einige Ideen umgesetzt würden, wenn sich der Landkreis zukünftig auf der Suche nach guten Auszubildenden präsentiert. Bei der Ausbildungsmesse „Chance 2012“ am 15. und 16. Januar in den Gießener Hessenhallen werden einige Azubis des Landkreises vor Ort sein und den Gleichaltrigen erklären, was sie bei einer Ausbildung in der Kreisverwaltung erwartet.










